Berichte zu den Tastings

Maltisten-Westfalen

Am 4.4.09 war es wieder so weit. Friedewald stand in unserem Terminkalender und Bernd und Frank machten sich nach einer ausführlichen Vorbereitung auf den Weg ins hessische Hotel „zum Löwen“. Die Whiskyauswahl versprach einen angenehmen Abend. Es wurden 5 Whiskies von unabhängigen Abfüllern im Alter von 10—40 Jahren vorgestellt. Angefangen mit einem Benriach der NC² Serie aus dem Hause Duncan Taylor, gefolgt von einem Glenallachie von C&S Dram und einem Tobermory ebenfalls C&S Dram (beide aus der Dram Collection) versprach der Abend eine Vielfalt an Aromen darzubieten.

Die Hotelküche verwöhnte uns nach dem dritten Dram mit einem Lammfilet an einer Whiskysoße mit Salzkartoffeln. Ein großes Lob an die Küche, ich habe selten so ein gutes Stück Lamm gegessen!!!

Nach dem Essen musste ein Highlight her.  Der Tomintoul von Art of Whisky stand in den Startlöchern. Mit seinen 40 Jahren sollte er die Teilnehmer begeistern. Dieses gelang ihm nur bedingt, denn das preis / Leistungsverhältnis schien bei den C&S Drams ein durchaus besseres zu sein. Als letzter vor der freien Auswahl aus der Hotelbar, musste der Fascadale (vermutlich ein Talisker) von Adelphi in Rennen. Alle Whiskies konnten auf ihre Weise überzeugen. Ausreißer gab es keine. Das Preis / Leistungsverhältnis war bei allen vorgestellten Abfüllungen absolut iO. Nun, nachdem der 5. Dram getrunken war, kam es zur freien Auswahl aus der Hotelbar. Die Bar verfügt über ca. 50 offene Flaschen Whisky aus allen Regionen Schottlands und in nahezu allen Stärken. Ein echtes muss für jeden Whiskyfan, der mal in Friedewald vorbei schauen möchte...

Angaben zu den Abfüllungen stehen unter dem Menupkt. „Tastings

 

 

Das 14. Symposium fand am Freitag den 27.02.2009 bei Mattin in Bergkamen statt. Eine Auswahl an acht erlesenen Tropfen suchte ihren Meister. In geselliger Runde ging es dann auch gleich zur Sache… Hier die Ergebnisse des durchweg angenehmen Abends...

BEN NEVIS Duncan Taylor NC², 16 y.o., 46%: 1. Whisky des Abends. 2 Ja - 2 Vielleicht - 3 Nein. Mit 6 von 14 möglichen Punkten und einem Mittelwert von 3,2 die Nr.6 unseres Tastings. Dieser Whisky war nicht zu ergründen. Dominierende Frucht: Mandarine. DURCHGEFALLEN!
LEDAIG Signatory, 1993, 14 y.o., 43%: 2. Whisky des Abends. Ein Whisky klar wie Bure-Korn. Mit 4 von 14 möglichen Punkten und 5 Nein-Sagern und einen Mittelwert von 3,4 die Nr.7 unseres Tastings. Buttertrüffel und keine Nase! Aber ihn gleich mit kalter Pumapisse zu vergleichen..? DURCHGEFALLEN
GLENGOYNE OA, 12 Jahre, 57,2%: Der 3. Whisky des Abends. Ein 100 proof!. Erhielt 11 von 14 Punkten, 1 Vielleicht und 1 Verweigerer. Im Mittelwert 2,7 und somit die Nr.4 des Tastings. Hier dominieren rote vergorene Früchte! Zu EMPFEHLEN
Old BALLANTRUAN OA, 50%, (Tomintoul): Nur 1 Vielleicht, 13 von 14 Punkten. Mittelwert 2,4, unsere Nr. 2 .Herrliche, in Rauch eingebundene Süße. Ein Gewinner vor kritischem Publikum! Zu EMPFEHLEN
MORTLACH 12 y.o., cs, bottled for Mattin: 2 Nein und 2 vielleicht machen 8 Punkte von 14, Mittelwert 2,9, Platz Nr.5 Pfefferminze, Zitronenmelisse, hier zeigten sich die exotischen Aromen! Der Geschmack und der Geruch ist gleichwertig. DURCHSCHNITT
ARDMORE 11 y.o., Old Malt Cask, 1/729, 50%:. 4 Verweigerer, 2 Vielleicht , macht 5 von 14 Punkten, MW 3,5, die Nr. 8 Hefe, immer wieder Hefe und nur etwas Rauch. Eigentlich wie süßes Wasser. Der Malt kam den Testern sehr jung vor. DURCHGEFALLEN
BRAEVAL , 11 Jahre, Old Malt Cask, 50%, 1/729: Ein Verweigerer, 3 Vielleicht, das machen 9 von 16 Punkten, Mittelwert 2,6, die Nr.3 . Ein fruchtiger Kräuter-Mango Malt. Zu EMPFEHLEN
CLASSIC of ISLAY, bot. 2008, 58,1% (Lagavulin):. Kein Verweigerer, 12 von 16 Punkten, Mittelwert 2 Platz Nr. 1. Ein rauchiger Riese, der jedoch überraschend viel Süße und Frucht eingebunden hat. Zu EMPFEHLEN

 

Das Jahr 2008 neigte sich dem Ende entgegen und unser Weihnachtstasting stand auf dem Plan. Besondere Abfüllungen wurden in gebührendem Rahmen verkostet. Jeder brachte sein „Lieblind“ selber mit… Vorgabe war: „Eine Abfüllung aus den 70ern oder aber mindestens 20 Jahre alt mitzubringen“.

Und das hatten wir im Glas :

1. Glenury Royal, Gordon&MacPhail Rare Old 84-07, 43%

2. Deanston, Cadenheads, Aut. Coll., 77-07/99, BourbonHogshead216 Bottles, 53,3%

3. Glenturret, Sig. Vint., 20 Jahre, 30/08/78-09/12/98, Cask 356, Bottle 100/196, 53,8%, oak Cask

4. Mortlach Distillery 12 Jahre, 40% OA aus den 70ern

5. Glen Keith, Conn. Choice, 39 Jahre, 68-07, 46%

6. North Port, Duncan Taylor, Rarest of the Rare, 24 Jahre, 04/81-05/05, Caks 774, Bottle 218/670 58%

7. Glen Elgin, Scots Whisky Forums Whisky No 4. 26 y

8. Inchgower, Whisky Doris, 25 Jahre, bottled 01/06, Bottle 17/70, 54,1%,First fill dark Sherry

9. Glen Mhor, DL OMC, 34 Jahre, 02/66-07/00, one of 396 Bott., 50%, dark sherry

 

Nach einer schier unendlich lang erscheinenden Enthaltsamkeit trafen wir uns am 08.03.2008 zum 12. Symposium beim Henning in Bochum. Nach einer kurzen Zeit für administratives kam dann auch schon der erste Dram ins Glas. Wir hatten eine gute Auswahl an Whiskies und eine hervorragende Kohlsuppe. Alles in allem ein gelungener Abend...

DAILUAINE Chieftain´s, 10 y.o., 50%, 618 Bottles: 1. Whisky des Abends. Vielseitiger Geschmack, hervorragende Nase. Sehr süß und etwas nach Kekse und Streuselkuchen schmeckend. Mit 12 von 16 möglichen Punkten und einem Mittelwert von 2,4 die Nr.3 unseres Tastings

BRACKLA Signatory, 1993, 12 y.o. 1990-2006, 43% Hogshead: 2. Whisky des Abends. Ein Whisky klar wie Bure-Korn. Sehr obstlastig und getreideartig. In der Nase leichte Gerüche zerriebener Wacholder- und Tannennadeln. Unheimlich süß, Wasser verstärkt die Süße. Wie ein Besuch auf dem Bauernhof oder Frühstück mit Schladderer Himbeergeist. Mit 9 von 16 möglichen Punkten und 2 Nein-Sager und einen Mittelwert von 2,8 die Nr. 6 unseres Tastings

TULLIBARDINE OA, 1993-2006, 46%, Port Finish (2 Jahre): Der 3. Whisky des Abends. Angenehme Wein-Nase mit Nuß-Butter Aroma. Ein im Geschmack pfeffriger süßer Malt. Weißer Toffee Durchbeißer mit Pfeffer . Erhielt 9 von 16 Punkten und 2 Verweigerer. Im Mittelwert 2,6 und somit die Nr. 4 des Tastings

TAMDHU Dun Bheagan 12 y.o., 1994-2006, 43%, Rum Finish: Schwer einzuschätzen. Nase vergorenes Obst, Würze und Pfeffer, Geschmack Pfeffer Muskat Käse und Würze. Wie ein indischer Gewürzladen. 3 Verweigerer, 8 von 16 Punkten. Mittelwert 3, unsere Nr. 7 (vorletzter)

MILTONDUFF Cadenhead, 12 y.o., 1994-2007, 57,3%, B-Hogshead: Ein Whisky ohne Charakter. Nicht einzuschätzen und ohne wirklichen Abgang. An diesem Abend der Verlierer. Wie Honig mit Chilli. 6 Nein und 2 vielleicht machen 2 Punkte von 16, Mittelwert 3,5, Platz Nr. 8

BRUICHLADDICH OA 14 y.o., 46%, Links, Royal Liverp.-Hoylake: Eine Nase aus Frucht und Honig. Im Geschmack salzig, mit Anis/Lakritz und Müsli. Eine Gemüsesuppe mit Bier und Honig. 2 Verweigerer, 9 von 16 Punkten, MW 2,7, die Nr. 5

HIGHLAND PARK , Cadenhead, 16 y.o., 51,6%, Bourbon Hogshead: Ein ausgereifter Malt mit einer Nase aus Kuchen und Vanille. Im Geschmack rauchig mit Anis und Frucht. Ein Verweigerer und 12 von 16 Punkten, Mittelwert 2,1, die Nr. 2

PORT ELLEN, OMC, 1982-2001, 19 y.o., 50%, Sherry: Eine rauchige Nase mit etwas Torf. Sherry gut eingebunden. Im Geschmack wesentlich mehr Sherry sowie Gummi und Schwefel. Sehr süß. Zuckerwürfel aus einer Kohlenkiste, Krustentiere. Der PE war überragend und so ist auch die Wertung ausgefallen. Ein Verweigerer, 14 von 16 Punkten, Mittelwert 1,6 Platz Nr. 1

 

 

Am 15. Dezember 2007 fand beim Martin in Bergkamen das Weihnachtstasting 2007 statt

Die alt bekannte 6er-Runde wurde um Bernd erweitert. Es kamen somit 7 Malts auf den Tisch.

Auch die Bewirtung und Bewertung erfolgte nach Maltisten-Standard; es gab eine kernige Schweinshaxe mit Bratensaft, Weißkohl und Semmelknödel. Als Flüssigkeitsspender fungierten Ploppflaschen (Alt) der Schwelmer Brauerei. Vielen Dank an Martina, die die Zubereitung steuerte und die Gläser einschenkte. Die Reihenfolge der Malts war dem Zufall überlassen.

Bis auf einen Malt, waren keine sherrylastigen Whiskys dabei und der Malt im Sherry Butt lies ihn nicht durchblicken, so dass die Tester erstaunt das Label studierten. Der Hazelburn hatte es etwas schwer, nach dem Essen die Tester an den Malt heranzuführen und wurde dementsprechend schlecht benotet. Die Tagessieger (prinzipiell waren alle Tagessieger) wurden der Glen Elgin und der Glen Grant. Der „Nasen-Beste“ war der Glen Elgin, der „Gaumen-Beste“ der Glen Grant, der auch beim Nachklang gewann.

Mein persönlicher Favorit war der Glen Elgin, obwohl ich auch meinen Bowmore sehr mochte. Jedenfalls haben alle Tester einen Malt ihres Geschmacks mit nach Hause nehmen können.

Ein wahnsinnig guter Abend, Fortsetzung beim 12. Symposium im März beim Henning in Bochum.

Im einzelnen testeten wir:

BALBLAIR Cadenhead, 90-07, 56,6%, Bourbon Barrel 192 Bottles: Ein Nasenschmeichler! Hervorragende Nase, angenehmer Geschmack mit scharfem Nachklang. Sehr süß, mineralisch und Schoko-Mocca-Bohnen. Wie ein staubiger Tag im Mamorbruch. 11 Punkte von 14 (ein Nein)

BOWMORE ltd Edition 1989, 16 y.o., OA, 51,8% Bourbon Selection: Dezenter Rauch aus einem kalten Kamin. Selbst hartgesottene Islay Gegner schätzten die im Rauch toll eingebundenen Vanille-Aromen. Nuancen zerriebener Tannennadeln und Süßholzmelasse. Eine rauchige Kaminkehrerjacke oder ein kalter Kamin mit Kieselsteine. 11 Punkte von 14

GLEN ELGIN the Cross Hill, 1976-2006, Sherry Cask, 45,1%, 224 Bottles: Süße, würzige Nase. Mit Wasser Aromen von Mocca und Milchkaffe mit Sahne. Wie ein weißer Negerkuss. 12 Punkte von 14 (ein Nein)

HAZELBURN 8 Jahre, triple distilled, 46%: Schwer einzuschätzender Malt. Es dominiert die Frucht (Orangenschalen und Zitrone) und Getreide/Brotteig. Milchiges, süßes Aroma (Happy Hippo Füllung). 6 Punkte von 14 (3 Nein)

GLEN GRANT Duncan Taylor, 1970-2007, 37 y.o., 131/140, 49,7 Oak Cask: Sehr süßes Obst. Eine Schüssel von Obstsalat mit überreifen Bananen. Haarspray und Parfüm. Löst einen Kaureflex aus. Punkte: 12 von 14

St. MAGDALENE 1975-2000, Cadenhead, 41,6%, Bourbon Butt, 456 Bottles: Ein stark fruchtiger Malt mit übergroßen Anteil von Säure. Riecht wie Erbrochenes oder Ponal-Leim. Ein Tester verweigerte den 2. Schluck. Punkte: 11 von 14 (ein Nein)

CAOL ILA , Single Malts of Scotland, Vint.1991, 16 y.o., 57,9% Hogshead 298 Bottles: Rauchig und mächtig. Verdrängt alle weiteren Aromen. Dadurch etwas eindimensional. Erinnert sehr stark an Räucherfisch. Punkte: 11 von 14 (ein Nein)

 

 

 

Am 24.11.2007 startete unser Whiskytasting im Hotel zum Löwen in Friedewald. 18 Teilnehmer, Martin und Frank wurden von Frau Draeger, der Inhaberin des „Löwens“ herzlich begrüßt. Nach einer kurzen Einleitung und einigen Informationen zur Herstellung von Whisky kam der erste Dram ins Glas. Wir servierten einen TOBERMORY, 12 y.o. 94-06 MMD, 46% Sherry-Refill enhanced in Madeira , ein wirklich gelungener Tropfen. Als Starter brachte er schon eine erste Begeisterung auf. Der Abend versprach gut zu gehen, zumal der Anfang gemacht und die Stimmung wirklich ausgezeichnet war. Als zweiten Whisky durften wir eine neue Abfüllung von Ardmore probieren. Eine original Abfüllung Ardmore peated Highland Malt 46%, machte auf sich aufmerksam. Auch ein klasse Whisky wo das Preis– Leistungsverhältnis stimmt. Vor dem Essen testeten wir einen Arran Fontalloro Wine cask an. Ausgewogen lecker, dieser Whisky bekam gerade unter den Whiskyneulingen den größten Zuspruch. Zum Essen hatte die Hotelleitung einen Lammtopf (Rezept unter „Schottische Gerichte) zubereitet. Nach diesem herzhaft leckeren Essen brauchten wir einen Whisky, der sich über den Geschmack des Lamms legen konnte. Wir hatten uns für einen  ABERLOUR a´Bunadh, 59,9% entschieden. Ein alter Bekannter, der seines Gleichen sucht. Mit schweren Sherrynoten konnte er seine Aufgabe erfüllen und richtete die Geschmacksknospen wieder in Richtung Whisky. Damit wir so langsam vom Sherrygeschmack wieder weg kamen, servierten wir als 5. Schluck einen BOWMORE Dusk, 50% Bourbon, 2 Jahre in Claret (Bordeaux). Den Abschluß bereitete uns ein LAPHROAIG Quarter Cask, 48%.

Fazit: Alle verkosteten Whiskies waren in ihrem Preissegment echt Spitze. Das Umfeld im Löwen war wieder ausgezeichnet. Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit werden hier noch „GROß“ geschrieben. Außerdem verfügt das Hotel zum Löwen über eine durchaus sehenswerte Whiskyauswahl mit echten Raritäten. Wenn diese Auswahl mit der Speisekarte kombiniert wird ist auch eine weitere Anfahrt zu rechtfertigen...

 

 

 

Am 17. August 2007 fand beim Andreas in Olfen das 11. Symposium statt.

Die alt bekannte Runde wurde um die Stammgäste Mattes und Franz-Josef ergänzt. Als Ehrengast wurde Olli geladen, der uns bei den Highland Games nicht nur mit Malts aushalf sondern auch körperlich den einen oder anderen „Schotten“ bediente.

Es kamen somit 8 Malts auf den Tisch.

Auch die Bewirtung und Bewertung erfolgte nach Maltisten-Standard; besten Dank Sabine und Andi. Durch die enormen Mengen an mehr oder weniger herrlichen Malts verlor ich manche Sachen aus dem Gedächtnis. Was blieb ist die ausgesprochen prosaischen Bewertung von Olli, dessen Kreativität ein Aroma zu beschreiben alles Können auserwählter Köche bei weitem übersteigt. Es könnte aber auch an einem Münchhausen heranreichen, wer weiß.

MacLib hatte in Bezug auf Maltauswahl einen rabenschwarzen Tag erwischt, da ihm nur der letzte richtig gut gefiel. Und den größten „Kackeschnaps“ mußte er auch noch mitnehmen. Pobresito!

Mein persönlicher Favorit war der Benriach, ich mochte aber auch den Macallan im Zinfandel Fass, den ich auch mitnehmen durfte. Überhaupt nicht vorstellen konnte ich mir, dass man mit diesen Mengen an Alkohol im Blut noch eine größere Strecke mit dem Fahrrad fahren kann. Hut ab.

Einige konnte wieder mal ihren Namen nicht mehr schreiben, einige vergaßen die Benotung.

Trotz alledem ein wahnsinnig guter Abend, Fortsetzung beim Weihnachtstasting

 

GLENLOSSIE  Murray McDavid- 93-04, 43%:  Charakterloser Whisky ohne Highlights. Schlechtester Whisky an diesem Abend. Geschmack wie Sodbrennen

GLENFARCLAS 15 y.o., OA, 46% 7: Warmer vielschichtiger Whisky mit einer überragender Süße aus Trockenobst und Pflaumenmus. Ein Whisky für besinnliche Momente, aus einem dachgeschoßgelagerten Bourbonfass.

MACALLAN (10 y.o., 1997-2007, MMD, 46% finishes in Zinfandel): Ein fruchtiger holziger Malt, dessen Finish überdeckend ist. Wie ein trockener Tafelwein, der zufällig ins Whiskyfass gefallen ist mit dem Geschmack eines zerkaute Stengel einer Spreewälder Gewürzgurke

GLENROTHES (13 y.o., CC, MacLeod, 43%, Port-finish): Süße mit dezentem Rauch, weniger Torf, bestimmen die Seele des Malts. Der Nachklang ist sehr gut und lang. Der Rum ist nicht zu schmecken und gibt dem Malt ein rauchiges Outlet. Flüssig gewordener Pflaumenmus mit Zigarettenasche.

CRAGGANMORE (13 y.o., 1992-2005, DE, 40%): Der Malt ist fruchtig, süß und scharf. Character war nicht ausgeprägt. Wie eine Zigarre, neben der ein gammelnder Granny Smith Apfel lag.

ABERLOUR (15 y.o., the Nightcap in Bourbon, 52%): Ein Malt mit des besten Einzelnoten für Aromen und Nachklang. Würzige Süße mit trockenen Früchten. Ein süßer Farbverdünner aus fettem Bourbonfass

Ile of JURA (13 y.o., Cadenhead  54,8%): Rauchig salzig mit Käse-Schwefel-Lakritz und Salmiak Noten und superscharfen Nachklang. Eine Lakritzstange im Hochmoor

BENRIACH (Aromaticus Fumosus 12 y. o. , 46%, Dark Rum Finish) Sehr stark aus Rauch Gras und Blätter. Salzig und etwas süß. Das Finish ist nicht zu schmecken. Verrauchte Sahne.

 

 

 

 

Am 07.06.2007 trafen sich die Maltisten Westfalen bei knappen 30 Grad um 16:00 Uhr bei McLib im Garten zum 10. Symposium. Franks Frau, Daniela, überraschte mit einem selbst gebackenem Irischen Whiskey Apfelkuchen. Nach dem Kuchen ging es auch sofort los und der erste Dram kam ins Glas. Ein Balvenie Port Wood Vintage 1991 – 2005 stellte sich den Teilnehmern. Ein leichter Sommerwhisky mit einer Sherry / Portnase und interessanten Weinnoten. Er erinnert an eine blumige Sommerwiese mit Morgentau. Im Geschmack kommen Vanille und fruchtige Noten zum Vorschein, die durch eine malzige Süße abgerundet werden. Beim Genuss kommt Urlaubsstimmung auf. Als zweiter musste der Benriach Curiositas ran. Zigarrenrauch unterdrückt zunächst fast alle anderen Gerüche. Nach einer Weile im Glas verliert der Rauch an Intensität und es kommt ein Duft von Karamell zum Vorschein. Erinnerungen an gegrilltes Bauchfleisch werden wach. Geschmacklich ein Feuerwerk im Mund. Der Rauch und die Süße vom Karamell vermischen sich zu einem Erlebnis. Nun kam die Zeit für die No. 3. Wieder ein Speysidewhisky der sich seinen Vorgänger anschließen sollte. Der Aberlour Double Cask erschien sehr ausgewogen, fruchtig, weinig mit einem Hauch von Tabak oder Espresso. Geschmacklich unterstrich er seine Geruchsvielfalt und untermalt diese mit einer süßen Karamellnote. Ein wenig intensiver aber anhaltender Abgang rundet diesen Whisky ab. Da sich die Temperaturen der anhaltenden Sonne auch auf die Tester auswirkten, machten wir eine kleine Pause. Frank grillte was das Zeug hielt und verwöhnte die Teilnehmer mit allerlei leckerem vom Holzkohlegrill. Nun kam die Zeit für den 4. Schluck. Ein Tobermory 1995 – 2006 abgefüllt von Wilson & Morgan wurde eingeschenkt. Ein Whisky der an eine Obstwiese in der Blütezeit erinnert und mit milden Weinnoten einiges verspricht. Geschmacklich legte er noch zu. Leichter Salzgeschmack im Nachklang mit einem intensiven, anhaltenden Abgang. Mit Wasser wurde dieser Dram noch besser. Als fünfter Schluck durfte der Tullibardine Vintage 1988 – 2004 von sich überzeugen. Ein Duft nach Heu, etwas süßlich, erinnert an Honig. Im Geschmack etwas Vanille, deutlicher Honig und immer noch Heu, Heu, Heu... Ein echtes Lebenselexir schrieb einer der Tester nieder. Nun sollte der vorletzte Dram ins Glas. Schon beim Riechen kam einer der Teilnehmer direkt auf diese Destille. Der Bruichladdich full strength mit satten 56,5 Vol % machte schon in der Nase auf sich aufmerksam. Ein Aroma wie gezuckerter Pfefferminztee gepaart mit Rauch und Torf. Blumig, Fruchtig mit Noten von Vanille waren ebenfalls zu riechen. Geschmacklich verstärkt er sein Aroma und legt im Abgang noch ein wenig Peperoni nach. Mit einem guten und anhaltendem Abgang konnte dieser Dram wirklich überzeugen. Zum Abschluss kam der Caol Ila Mc Gibbons Provenance ins Glas. Er war allem Zweifel erhaben. Mit 58 Vol % eine echte Torfbombe. Der Gewinner des Abends! Torf, Rauch, Würze und ein wenig Frucht, das sind die Aromen, die sich auch im Geschmack wieder finden lassen. Ein intensiver, anhaltender Abgang rundet diesen Whisky ab.

Fazit: trotz der Hitze und dem anhaltendem Sonnenschein konnten wir alle sieben Drams ( a`0,04) genießen. Sicherlich hat die Pause dabei geholfen diesen Abend zu überstehen. Bei dem Tasting wurden noch knapp 20Lrt. dunkeler Gerstensaft frisch vom Fass getrunken. Die Whiskies waren allesamt gut. Die leichten Sommerfrischen genauso wie die Rauchbomben von Islay.

 

 

 

Am 14. April 2007 führten Frank  und Martin von den Maltisten Westfalen ein Tasting im Hotel zum Löwen durch.

Das vom Ausrichter vorgegebene Motto: „hochwertige „leichte“ Abfüllungen“ wurde mit der Auswahl:

 

1. Balvenie, roasted Malt 14 y.o., 47,1%

2. Benrinnes, 18 y.o. cs, 53,7% von SSMC

3. Highland Park, 16 y.o. Grenarche Blanc, 46% von MMD

4. Mortlach, 14 y.o. refill sherry, 56,9% von SSMC

5. Glengoyne, 18 y.o. sherry butt, 58% von SSMC

6. Caol Ila, 18 y.o. hidden Malt, 43%

 

 

voll erfüllt.

 

Nach Eintreffen in der Stadt Friedewald (238km, 2 Stunden Fahrtzeit) wurden wir im Hotel zum Löwen herzlich von der Chefin empfangen und zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Unsere Übernachtungszimmer waren groß, sauber und hervorragend eingerichtet.

Das Kaminzimmer, in dem das Tasting stattfand war schon eingedeckt. Es wurden Details über den Ablauf besprochen und das Kaminzimmer von uns dekoriert.

 

Der Beamer und der Lap-Top wurden in Stellung gebracht und der 1. Dram (Reihenfolge wie oben aufgeführt) wurde eingeschenkt. Währenddessen trafen auch die ersten Teilnehmer ein.

Mit schottischer Pünktlichkeit, ca. 10 Minuten nach 19:00h wurden wir von der Chefin vorgestellt. Frank übernahm, stellte die Maltisten als Club vor und erklärte den Teilnehmern die Intension und Leidenschaft der „Clubberer“.

 

Das Teilnehmerfeld setzte sich aus „Frischlingen“, „Whisky-Infizierten“ und „der Leidenschaft erlegenden“ zusammen, wobei die Frischlinge die 2/3 Mehrheit bildeten. Während der nächsten 25 Minuten hielt Martin einen Einsteigervortrag über Geschichte, Herstellung, Regionen und Fachausdrücken (Power point Präsentation). Die TN waren sehr interessiert, selbst die Leidenschaftlichen lauschten andächtig und ein mancher kaute genussvoll auf das Brauermalz, welches wir ausgiebig auf den Tischen der TN präsentierten.

Frank präsentierte nun den ersten Malt, den Balvenie. Der erste Dram wurde auf unseren guten Freund Bill Miller gehoben, dem auf diesem Wege eine baldige Besserung seine Gesundheit gewünscht wurde.

Der Balvenie roasted Malt, 14 Jahre, strömte schon beim Einschenken einen intensiven Geruch nach bayrisch Malz aus. Bedingt durch den langen Vortrag hatte er nun Zeit sich über das gesamte Glasinnere auszubreiten. Schwere Malzaromen mit Röstnoten wallen über die Oberfläche der flüssigen Phase, arabischer Mocca ringt leichte Bananen- und Rosinendüfte im Kreuzhebel nieder. Tauft man den „Araber“ mit dem weichen Wasser der Rhönquelle, so legt er sich demütig nieder und Weinsüße mit Kompott-- und Sahneumhang legt sich über seinen Körper.

Dieser Malt kam nicht nur bei unseren 6 Frauen an, sondern auch Frank und Martin waren davon sehr angetan.

Der nachfolgende Benrinnes stellte mit seiner Komplexität und der 53,7%igen Holzkeule einen gelungenen Kontrast zum Vorgänger dar. Die Beschreibung der SSMC-Malts sind im Cutty Sark Forum von mir gepostet und nachzulesen.

Während die entzückte Gemeinde ihre Malts genoss, setzten Frank und Martin sich an die Tische zum Te a Tete.

 

Malt Nummer 3 war ein Highland Park von MMD im Grenarche Blanc Faß gereift.

Der Alleskönner unter den Malts schiebt einen Bauchladen voller Früchte, Honig und Weintrauben vor sich her. Dabei raucht er fröhlich grobe Tabakblätter mit Holzstrunken durchsetzt. So duftet es freundlich nach würzigen jedoch nicht torfigen Rauch in angenehmer, ausgewogener Atmosphäre.

Nach diesem leckeren Schluck beschenkte uns die Chefin mit zarten, würzigen, dunklen Bierfleisch, im Schwarzbiersud gesottener Gulasch mit Salat!

Obwohl wir den geplanten Zeitraum um ca. 30 Minuten überzogen hatten, reagierte die Küche souverän und in time.

 

Kaum war das letzte Stück Fleisch gegessen schon kam die 4. Flasche auf den Tisch. Schon nach dem 2. Dram wurde nicht mehr eingeschenkt, sondern die Flasche wurde herumgereicht. Und jetzt war der Mortlach von SSMC im Glas. Der ausgesprochen warme Mortlach mit Sherry-Seele war nach dem Essen bestechend gut! Endlich ein Whisky, der nach der Zwischenmahlzeit nicht abfällt! Gefolgt wurde der Mortlach von dem Borderline-Whisky; dem Glengoyne SSMC, der spritzig aus dem Glas hüpfte und auf der Zunge eine Sevillana tanzte.

Während man noch die schönen Schottland Bilder aus dem PP Vortrag bestaunte, öffnete Frank den Caol Ila.

Als dann der erste Schwall warme Luft mit Phenol aus den Gläsern stieg, hatten mache TN die Illusion, in einer alten Raffinerie zu arbeiten. Tapfer gekostet und dann den Mortlach und den Balvenie zum Freispülen der Geschmacksknospen! Hauptsächlich die Weiblichkeit neigte dazu, den CI zu meiden; sie mochten nicht seinen teerigen Körper.

Der Caol Ila, 18 y.o. sondert beim Einschenken leichte Brüden aus Teerdunst ab (für Ruhrpottler: Kokerei Gneisenau, Dortmund-Derne beim Durchstoßen der Koksöfen). Nicht stechend, einfach nur feucht und süß ziehen sie am Riechkolben vorbei. Die Flüssigkeit, aus rauchigem Kondenswasser, ist süßlich und sehr ausgewogen. Der Rauch und Teer ist nicht dominant, man hat den Anschein, dass die 18 Jahre schwer auf seine Knochen lasten und der alte Schinken nicht mehr so jung rumhüpft.

Für den Frank zu leicht, für Martin well done.

Die Gemeinde holte sich den einen oder anderen Schluck der vorherigen Malts. Immer noch mit relativ großen Habitus traf man sich am Tisch 1 zum Fachsimpeln und Absacken.

 

Dabei wurden bis auf den Caol Ila und den Benrinnes alle Malts in die dunklen Tiefen des Zwölffingerdarms befördert. Frank blieb noch mit den Interessierten bis nach 01:00h! Alle Achtung.

Zu sagen bleibt noch, dass das Hotel zum Löwen in Bezug auf Whiskys hervorragend aufgestellt ist!

 

Ich habe den 33 jährigen Inchmurrin kosten dürfen! Für mich ist die Auswahl an Whiskys absolut spitze. Hier fühlt sich jeder Genießer an richtiger Stelle.

Weiterhin ist die Ausstattung des Hotels erstklassig. Es gibt einen Multimedia Seminarraum, das Kaminzimmer und eine Vielzahl von liebevoll dekorierter Nischen in denen Köstlichkeiten aus Traube und Korn auf den Erlöser warten.

Anziehungspunkt ist der riesige Wintergarten mit Wendeltreppe zu den Zimmern. Das Frühstück war erstklassisch, neben regionalen Wurst- und Käseerzeugnisen gabe es auch Fisch, Sekt frischen Obst und eine Vielzahl Müslis und Co.

Unser Dank gilt der Chefin, die durch die Qualität und Freundlichkeit und der Schnelligkeit ihrer Exekutive (Serviererinnen, ihr ward super!) sowie durch eigenes Engagement die Entstehung dieser tollen Atmosphäre ermöglichte. Eine Vielzahl der Teilnehmer wollen im November ein 2. Tasting. Motto: offener Kamin, rauchiger Malt!

Dieses Ambiente gepaart mit der richtigen Tasting Atmosphäre macht den LÖWEN absolut empfehlenswert! Günstig und Qualität, es lohnt sich das Tasting mit einer Übernachtung zu kombinieren, auch für Westfalen. Gut für Mann und Frau.

 

 

 

Weihnachten naht und somit stand unser Weihnachtstasting am 08.12.2006 auf dem Programm. Nach langer Zeit der Vorfreude und immer wieder wechselnden Flaschenwünschen trafen wir uns um 19:00 Uhr beim Helmut in Lünen Brambauer. Gespannt ging es dann auch zügig an die Köstlichkeiten. Wir starteten mit einem BLAIR ATHOLL (16 y.o., 1989-2005, Cadenhead, 56,2% in Bourbon hogshead): Herrlicher Allrounder mit Backaromen und den Geschmack kandierter Mandeln. Mit Wasser sehr süß! Gefolgt vom SPRINGBANK 9 y.o., 1996-2006, OA, 58% 7 Jahre in refill Bourbon.. 2 in fresh Marsala): Sehr ausdrucksstarker Whisky mit einer Komposition aus Tabak und Wein. Leichte Lakritzaromen runden ihn ab. Vor dem Essen kam ein BOWMORE (16 y.o., 1990-2006, OA, 53,8% unchilled, matured in Sherry) ins Glas, Süßer Rauch, sauer und salzig! Herrlich balanciert zwischen Rauch, Torf und Sherry. Gut gestärkt ging es an die vierte Abfüllung. Ein LONGMORN (18 y.o., 1987-2005, Cadenhead, 58%, Bourbon Hogshead): Frei von störenden Tönen erscheint der Longmorn in Karamell gehüllt wie ein Nachmittagstee mit Sahne. Der CRAIGELLACHIE (23 y.o., 1977-2001, SSMC, 59,4%) kam als Nummer Fünf: Der Speysider mit einem unheimlich guten Abgang kleidet sich in dem Gewand einer Chillischote mit Schokoladenmantel.  Als sechste Abfüllung hatten wir den HIGHLAND PARK (27 y.o., 1979-2006, MMD Mission G, 46,2% in Bourbon/Syrah.) eingeschenkt: In leuchtender Rotbronze erscheint ein Dirigent der gekonnt das Auditorium mit Holz, Wein, Vanille und Karamel betört. Leider schwächelt der Karajan bei der Zugabe! Der Abgang könnte besser sein. Als letzte offizielle Flasche wurde der OLD PULTENEY (27 y.o., 1977-2005, Scott´s Selection, 55,9% oak cask ) geöffnet: Der richtige Whisky zur Jahreszeit! Herrliches Aroma aus Bratapfel und Trockenobst. Ein Spaziergang über´n Weihnachtsmarkt

Abschließend noch ein großes Danke schön an Maggie und Bill Miller (SSMC), die uns einen wahrhaft herrlichen STRATHMILL (1989-2006, 63,4%) zum Testen überließen. Dieses Goldstück war der gelungene Abschluß des Tastings.

Fazit: Weihnachten könnte öfter sein, wenn es immer mit einer Auswahl solcher Köstlichkeiten einher käme… :-)

 

Endlich war es wieder soweit. Nach vier Tagen der Abstinenz (Whiskymesse Essen Aquavitae zum Tasting) trafen wir uns am 17.11.2006 zum 8. Clubtasting (Symposium). Mattin hatte eingeladen und uns schon Wochen vorher auf die zu erwartenden Abfüllungen neugierig gemacht. Hin und wider bekam einer unserer Maltisten schon mal einen Whisky zum Geburtstag geschenkt, was Mattin veranlasste eine schon gekaufte Abfüllung auszutauschen. Auch am Messestand von Dun Bheagan auf der Aquavitae brach Mattin in Schweiß aus. Schließlich hatte er auch von diesem Abfüller eine Flasche in seiner Auswahl... hier ging es nochmal gut und innerhalb von vier Tagen eine Flasche austauschen wäre bestimmt auch nicht einfach gewesen. Nun zum eigentlichen, zum Tasting. Wir hatten dieses mal das Glück, sieben Abfüllungen probieren zu dürfen. Wir begannen mit einem MANNOCMORE Sign. Vintage 1991/south Africa Sherry Butt/1991-2005/ 43%: nur einer wollte ihn kaufen, schmeckt und riecht nach Zitrus-Frucht, schwacher Abgang und trocken. Mit Wasser süß und etwas salzig. = Süßer Allwetter Sommerwhisky. Als zweiter Dram kam ein TAMDHU 15 J./Dun Bheagan/Port finish/43% ins Glas. Nicht sehr geliebt, riecht sehr stark nach Sherry und Vanille. Im Geschmack Sherry und Lakritz. Schwächelt im Abgang und kommt etwas „überreift“ daher. = Flüssige Lakritzschnecke! Nun musste der ARRAN 100 proof, 1995-2006, 57% beweisen wozu er gebrannt wurde: Die Mehrzahl kauft ihn, im Geruch unverdünnt, Alkohol überlagert, mit Wasser kommen käsige, kohlartige salzige Geschmacksempfindungen auf. Entfaltet sich nicht, der Abgang ist gut = Käsemilch aus einem Schuh getrunken. Nach einer Pause mit einem wirklich ordentlichen Essen gab es einen ARDMORE 1990-2004/ Gordon MacPhail/43%: Nur einer mag ihn nicht den Gewinner des Abends, in der Vielseitigkeit des Geruches entwickelt sich Torf, Rauch, Vanille und Alkohol. Im Geruch kommt noch Frucht (Pflaume) und Süße (Honig) dazu, verstärkt durch Wasser. Toller langer Abgang = schmeckt wie der süße Kuß einer Raucherin. Als fünfter Whisky ging der ABERFELDY 12 y.o.,/OA/40% ins Rennen: Der Vielseitigste aller gekosteten Whiskys. Im Geruch und Geschmack alle Charaktere vertreten. Die Süße wird vom Honig bestimmt. Der Abgang ist etwas kastriert. Alles in Allem erinnert er an = Ententeich im Herbst, Blut im Mund. Langsam kamen wir dem Ende näher und der 6. Dram wurde eingegossen. Ein ROSEBANK 1991, Cask Strength, Weiser Collection/57,6%: Der Punktsieger. Als Lowland ungewöhnlich torfig im Geruch und Geschmack. Weiterhin Würze (Gemüse), Frucht und Blumen.. Der Abgang ist überragend! In Prosa = wie ein Tanz durch eine Wildblumenwiese oder wie bei einer Steckrübenernte. Nun kam der siebte, der letzte Dram für diesen Abend. Der LAPHROAIG 1993/2005, Rioja Bottle enhanced/Bourbon- Tempranillo / 46% von Murray McDavid: Viele mögen ihn, einige nicht. Torf und Rauch in Geschmack und Geruch. Weiterhin ungewöhnlich fruchtig nach Rhabarber und saurem Weißkohl.Der Abgang ist intensiv. Der Torf und Rauch vermischt sich mit dem trockenen Rioja mit der Tempranillo-Traube zu einen sauren ETWAS (Rhabarber, Weißkohl).

Fazit: Ein schöner, gelungener Abend mit nicht allzu gewöhnlichen Abfüllungen. Überzeugen konnten alle in ihrer Art, der eine mehr, der andere weniger.

 

 

Am 15.09.06 trafen sich die Maltisten Westfalen um 18:30 Uhr in Ratingen zu unseren ersten Auftragstasting. Nach einer ca.30min. Einführung in die Welt des Whisky per Video, Computer, Beamer und Bildmaterial begannen wir mit einem: Linlithgow von Signatory Vintage 1982 43%. Im Aroma lagen Schärfe, Frucht und leicht Torf. Im Geschmack wurde Karamell, Süße und ein wenig Rosinen aufgeschrieben. Der zweite Whisky war ein: Auchroisk von Cadenhead 8y. 61,4%. Mit Rauch, Frucht und Wein im Aroma sowie Sherry, Marzipan, Vanille und leicht Salz im Geschmack, Der beliebteste Whisky des Abends. Der letzte Tropfen vor einem guten Essen wurde der: Oban Distillers Edition 1990 43%. Im Aroma lag Frucht, Gras und Wein. Im Geschmack Frucht, Tabak und Minze. Dieser Dram kam
unseren Gästen sehr trocken vor. Der vierte Tropfen war ein:
Springbang 15y. 46%. Gras und Torf wurden erschnüffelt, sehr salzige Lakritze, etwas bitter im Geschmack. Der nächste Whisky war ein: Talisker Distillers Edition 1992 45,8%. Im Aroma gab es Rauch, Wein und Frucht. Im Geschmack Pfeffer, Sherry und Karamell. Als letzte Überraschung gab es dann den: Ardbeg Uigeadail 54% Mit großen Augen wurde von Rauch, Torf und Erde im Geruch berichtet. Im Geschmack waren sich alle Gäste einig: scharf, Medizin, Beizmittel mit Urinsteine, sollte polizeilich verfolgt werden waren die Meinungen. Alles in allen ein gelungenes Tasting. Die Aromen und Geschmacksbeschreibungen wurden den Tastingbögen und den Gesichtern der Whiskyfrischlinge entnommen. Bedanken wollen wir uns bei der Firma Balcke-Dürr für ihren Auftrag und besonders bei TWS für die Unterstützung und Bereitstellung von Infomaterial.

 

 

Am 01.09.06 hatte wir unser 7. Clubtasting. Nach Übergabe der neuen Vereinshemden und der Aufnahme neuer Mitglieder begannen wir mit einem: Imperial Signatory Un-chill 15y.o. Bourbon Barrel. Ein schöner intensiver Geruch nach Wein und Frucht. Im Geschmack zeigte sich Holz, Salz und ein wenig Pfeffer. Enttäuschend war der sehr schwache Abgang.

 Der zweite Tropfen war ein: Auchentoshan three wood. Frucht, Wein, Sherry, ein wenig Erde und leicht würzig im Geruch. Im Geschmack zeigten sich Frucht, Sherry und Holz. Ein seichter Abgang. Vorsicht mit Wasser, der Whisky verliert enorm. Der letzte Whisky vor dem Essen war ein: Benriach Signatory Un-cill 10y.o. Heav.Peaty Hogshead. Geräucherte Lebensmittel und Torf im Geruch. Tabak, Leder, Salz und ein bisschen Medizin im Geschmack. Diesen Whisky sollte man auf jeden Fall mit Wasser probieren. Nach einem schönen Abendessen gab es einen: Scapa McGibbons Pro. 14y.o. Sherrywood. Frucht und Vanille (Kompott?) im Geruch. Pfeffer und Frucht im Geschmack, mit einem herrlichen Abgang. Der fünfte Tropfen war ein: Longmorn 15y.o.. Mit Frucht und leichten Rauch im Geruch, sowie Süße und Vanille im Geschmack. Wohl einer der Gewinner des Abends. Tastingzitat: der Frings des Whisky.

Danach gab es einen: Ardmore Signatory Un-chill 13y.o. Bourbon Barrel. Sehr Torfig mit ein wenig Rauch im Geruch und Salz, Tabak und ein wenig Torf und Rauch im Geschmack.

Da kamen auch unsere Islay Fans in`s schwärmen. Der letzte Tropfen war ein: Caol Ila Chieftains Choice 12y.o. Rumfinish. Sofort gab es Rufe nach Schleimhäute, so groß wie Fußballplätze und in der Tat bekam man eine 5cm dicke Gänsehaut auf jeden Nasenflügel beim riechen.
Torfig, rauchig mit ein wenig Erde. Sehr intensiver Geruch. Im Geschmack, süß, salzig mit Rauch, Medizin und Tabak. Der Gewinner des Abends. Rundum war es ein gelungener Tag.

 

 

Am 16.06.06 hatte unser Club ein Freilufttasting in Lünen. Wir begannen unser Blindtasting mit einem Auchroisk von Murray McDavid 11y.o. 93-04 Bourbon/Port 46%.

Alle Anwesenden waren sofort begeistert. Viel Frucht und Wein im Aroma und ein voller leicht salziger Geschmack. Absolut Klasse. Der zweite Whisky war ein Royal Brackla Connoisseurs Choice 1991 46%. Im Aroma blumig und würzig. Im Geschmack Sherry Frucht und leichte Holznoten, auch ein Gewinner. Der dritte Tropfen war ein Bruichladdich Whisky Galore 1991 12y.o. 46%. Alle waren ein wenig entäuscht. Ein schwaches grasiges Aroma und ein leicht süßlicher, malziger Geschmack. Nach einem guten Abendessen (Lammkeule) gab es einen Glen Elgin von Cadenhead 13y.o. 46%. Ein volles blumiges Aroma mit einem pfeffrigen, leicht schwefligen Geschmack. Besser als der Laddich aber nicht so gut wie die ersten beiden.

Es folgte ein Glendullan Signatory Un-chillfiltered Collection Vintage 1991 14y.o. Hogshead 46%. Ein grasiges leicht sprittiges Aroma mit einem unangenehmen Geschmack in Richtung süßem Kaffee. Leider Durchgefallen. Nummer sechs war ein Mortlach von Blackadder 1984 12y.o. 60,5%. Endlich gab es wieder Jubelstürme. Ein volles Aroma nach Wein mit leichter Schärfe. Süß und Sherry im Geschmack. Ruhig mit ein wenig Wasser trinken, einfach lecker. Der letzte Dram war ein Tomatin Scottish Liqueur Centre 1990 13y.o. 54,2%. Die absolute Überraschung. Nach einem torfig, erdigen Aroma war viel Minze und Zitrusfrüchte im Geschmack.
Da fragt man sich warum es nicht mehr als zwei Abfüllungen von der SLC gibt. Der Gewinner des Abends.

 

 

Am 05.05.06 hatten wir unser 6. Clubtasting. Wir begannen unsere Blindverkostung mit einen Glenlivet 15y.o. French Oak. Ein sehr trockener, fruchtiger Whisky, der den meisten Leuten, mit ein paar Tropfen Wasser noch besser schmeckte. Der nächste Whisky war ein Linkwood 13y.o. von Murray McDavid. Schweflig mit ein wenig Tabak im Geschmack, fiel dieser Whisky bei fast allen Maltisten durch. Er hatte wohl das Pech nach einem sehr guten Glenlivet zu kommen. Der dritte Dram war ein Knockando 18y.o. Slow Matured. Pfeffrig, nussig mit viel Holz. Bei diesen Malt brachen wahre Jubelstürme los. Nach einer kurzen Verpflegungspause ging es mit einem Blair Athol aus McGibbon`s Provenance weiter. Etwas scharf, etwas bitter mit sehr viel Getreide. Man war zweigeteilt. Der 5 te Whisky war ein Bunnahabhain 11y.o. von McGibbon. Sauer, salzig mit etwas Leder, gefiel dieser Whisky den meisten Maltisten sehr gut. Als letzten Dram gab es einen Highland Park von Murray McDavid. Sehr, sehr salzig. Das geht schon in Richtung Campbeltown.

 Fazit: Ein sehr gelungenes Tasting, das durch die Blindverkostung noch interessanter wurde.

 

 

Der Abend unseres 5. Clubtasting begann mit einem DAILUAINE, 16 Jahre, der das Pech hatte als Erster der Whiskys erfahrungsgemäß etwas kritischer bewertet zu werden.

 Aromen und Geschmack werden von Frucht, Holz (Eiche), Beeren und Leder geprägt. Er kommt daher wie: Lederstrumpf, durch ein Beerenfeld gelaufen!

 Eher für den süßen Gaumen stellte sich der GLENMORANGIE burgundy finish dar. Die sogenannte Nachspeise unter unseren Whiskys. Süß und fruchtig, Pfirsich, Orange, Vanille, Schoko Wein waren die prägenden Eigenschaften. Halt ölige Milchschokolade!
Appetitanregend vor der Halbzeitspeise sollte der
SPRINGBANK 100 proof sein. Ziel verfehlt, der schmeckte so lecker, dass man nicht aufhören wollte und Essen ins Hintertreffen geriet. Willkommen Sherry, Rauch, Pfeffer und Malz! Man meinte förmlich eine über Kartoffelfeuer getrocknete Unterhose zu riechen! Ein Taster assozierte den Geruch mit frischen Teppich mit Doppelklebeband verlegt!
Nun folgte das Essen, danke Dani und Frank!

Sei es die köstliche Nachspeise (Schattenmorellen mit Sahne), oder sei es die frisch gefüllten Mägen, der ABERLOUR a´bunadh spaltete die Gemeinde. Bei diesen esterbestimmten Kirschkönig verweigerte zum ersten und einzigen Mal ein Taster den 2. Schluck und lies den Dram zum Nachbarn wandern! Wogegen 3 der Taster für die Flasche sogar ihre Frau hergeben wollten
Beruhigung kam auf, als der spätere Gewinner des Abend in unsere Runde platzte. Der
BOWMORE cask strenght brach aus den Busch, geschmückt mit Gerüchen aus Rauch, Torf und Leder; sandig und scharf die Zunge streichelnd. Und die Taster verbeugten sich ob der gewaltigen Macht und Körper. Man verglich ihn mit den Geruch frisch asphaltierter Straße nach warmen Mairegen. Ein weiterer Taster erinnerte sich an einem kräftigen Schluck aus uringefüllter Grube!

 Ab jetzt nahm die Qualität der ausgefüllten Tastingbogen merklich ab, es wurde immer schwerer seinen Namen zu schreiben. Der LAGAVULIN 16 y.o. gab nun sein bestes, um den Zustand weiter zu verschlimmern. Der bittere torfige nach kalten Rauch und Holzgrill riechende Islay-Riese kam daher wie eine 14-tägige Amputation, trocken wie Aceton Wer jetzt Schwäche zeigte, geriet unter Generalverdacht ein Weichei zu sein.
Zusammengefaßt:

 Der Bowmore schlug alle in Punkto Mundgefühl (Körper), Geruch und Abgang. Der Springbank war guter 2. und Gewinner bei Aroma/Geschmack. Komischerweise war der schwach bewertete Dailuaine der einzige Whisky, den alle kaufen würden! Nachträglich bemerkt, muß ich und auch McLib gestehen, den Glenmorangie unterbewertet zu haben.

 

 

Unser 4. Clubtasting celebrierten wir am 02.06.2005 in Bergkamen Weddinghofen. Martin hatte eingeladen und eröffnete mit einem Auchentoshan 1992 Signatory Vintage Bourbon. Er kam prickelnd süß und kühlend daher und war dabei ausgewogen und angemessen aromatisiert. Eine scharfe, an Pfeffer erinnernde Note blieb auch im Abgang erhalten. Als zweiten Dram wurde ein Arran Mc Gibbons Prov. 1995-2004 8 y.o. eingeschenkt. Voller Vorfreude und Erwartung schnüffelten wir an den Gläser. Ein Geruch aus Krankenhausatmosphäre, Brackwasser und Schweiß machte sich breit. Im Geschmack eher sauer und bitter, erinnerte dieser Malt an sauer gewordene Buttermilch. Im Abgang erschien der Arran als mittellang und nichts sagend. Nunmehr richteten sich alle Hoffnungen auf den 3. Schluck. Ein Teaninich Gordon McPhail aus 1983.  Er überzeugte durch eine Vielzahl an Geruchskomponenten, da waren Sherry, Karamell, Mandeln und Malz zu riechen. Im Geschmack waren noch eine leichte Süße, etwas (weißer) Pfeffer und Honigwein festzustellen. Der Abgang war kurz bis mittellang und wenig intensiv. Dennoch waren alle 6 Verkoster der Meinung, diesen Whisky kaufen zu wollen. Nun folgte eine kulinarische Stärkung. Nach dem Essen ging es mit einem Strathisla  1987-2004 17 y.o. Hogshead weiter. Ein süßlicher Geruch gefolgt von Kaffeesatz und Karamell machte sich in unseren Nasen breit. Erwartungsvoll nahmen wir einen Schluck und wurden nicht enttäuscht. Eine Geschmacksvielfalt von Heidehonig, Holz, Sahne und Erdnüssen machte sich breit. Eine gelungene Komposition. Der Abgang war lang und wärmend, sodass der ein oder andere Taster der Meinung war, man könnte diesen Malz auch Sonntags vor der Kirche trinken :-) (evtl. auch Werktags vor der Arbeit). Nun kamen wir zum 5. guten Tropfen. Ein Ile of Jura Superstition sollte es sein. Ein dunkeler, fast schon bernsteinfarbener Malt mit mit Gerüchen nach Malz und Jod mit einem Hauch von med. Alkohol. Der verkostete Schluck offenbarte uns Geschmacksnoten von Malzbier, Torf, Rauch und Toffee. Nach der Verdünnung kommt er säuerlich rüber. Ein mittellanger Abgang mit andauernder Süße unterstreicht das Ergebnis. Als letzter Tropfen dieses Abends gab es einen Bowmore Down. Im Glas erscheint er braun und ölig, Der Geruch ist geprägt von leichtem Teer und Rauch. Der Geschmack ist eine Revolution, ein Whisky der Gewinnerseite! Scharf, Rauch, Teer mit leichten Noten von Vanille und Butter, so geht dieser Malt die Kehle runter. Gefolgt von einem  kurzen aber intensiven finish.

 

 

Am 23.09.2005 trafen wir uns zu unserem 3. Clubtasting. Zur Eröffnung gab es einen Bladnoch Signatory 13 y.o aus 1990 mit 43 Vol. %. Ein Duft von Blumen, Getreide und Früchten machte sich in unseren Nasen breit. Nach dem ersten Schluck bestätigte sich der Duft mit einem ausgeprägtem Geschmack von Getreide und Früchten. Es folgte ein überraschend langer Abgang. Nach der Verdünnung kommt das Aroma noch besser zur Geltung. Als zweiter kam der Macallen als O.A. mit 12 Jahren und 40 Vol. % daher. Ein eher leichter Körper mit einem Aroma von Honig und Malz. Im Geschmack erinnerte er uns an eine Blumenwiese im Frühjahr, mit etwas Holz und zartem Rauch. Eine gelungene Komposition mit mittellangem Abgang. Vor dem Essen kam es dann zum dritten Dram. Der Glenturret Signatory 12 y.o. aus 1992 mit 43 Vol. %. Hier stritten die Gelehrten. Ein Whisky der nicht jeden Geschmack auf Anhieb trifft. Im Aroma nußig und blumig mit nahezu schwerem Körper verwirrt er beim ersten Schluck. Er erscheint getreideartig mit Äpfeln und einem Hauch Vanille. Nach einem richtig klasse Essen kamen wir wieder zum eigentlichen Teil des Abends zurück. Der vierte Whisky wollte ins Glas und wir ließen nicht lange bitten. Ein Glenfarclas 12 y.o. mit 43 Vol. % durchströmte unsere Nasen. Ein öliger Geruch machte sich in unseren Riechorganen breit. Es folgte nach dem ersten Schluck ein Geschmack von Torf und Rauch mit etwas Eiche. Ein langer Abgang krönte diesen Tropfen, wobei die Eiche bis zum Schluss zu spüren war. So langsam ging das Tasting dem Ende zu und wir verkosteten den vorletzten, den fünften Dram. Ein Old Pulteney  Signatory 13 y.o. aus 1990 mit43 Vol. % kam ins Glas.  Grasig, salzig und torfig beschreiben wohl am bessten unsere erste Eindrücke. Gefolgt von einem öligen Geschmack mit Torf und Seetang. Ein salziger Abgang von langer Dauer rundeten diesen Whisky ab. Er bekam an diesem Abend die bessten Bewertungen, ein echter Gewinner. Nach dieser Vorgabe musste sich der 6. schon so richtig ins Zeug legen. Das viel dem eingeschenktem Coal Ila G&M 13 y.o. aus 1990 mit satten 56,4 Vol. % nicht schwer.

 

 

Am 26.02.2005 startete unser erstes selbst organisiertes Tasting. Sicherlich hatten wir zuvor schon kommerzielle Tastings besucht und so einige Erfahrungen sammeln können, aber selber eins auszurichten war von besonderem Reiz. Wir starteten mit dem Glengoyne 17 y.o. 46 Vol.%.  Ein guter milder Sommerwhisky mit süßlichen Malznoten. Ein leichter  touch von Früchten bildet einen ausgewogenen Charakter. Als zweiter musste der Cragganmore  12 y. o mit 40 Vol.% ran. Er zeigte sich als komplexer Malt mit ein wenig Rauch. Vor dem Essen konnte als dritte Köstlichkeit der Balvenie 12 y.o double Wood mit ebenfalls 40 Vol. % überzeugen. Nussig, malzig kommt dieser Malt daher. Nach der Verdünnung verstärkt er seine Noten. Leicht sherrylastig. In der Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Durchgang gab es ein echt gutes Irish Stew, passend zum Tasting. Nach dem wirklich gelungenem Essen kam ein Dalmore 12 y.o. mit 40 Vol.% zum Zuge. Mit starkem Rauch macht er auf sich aufmerksam. Man könnte einen Islay vermuten. Nach der Verdünnung verrät er eine Vielzahl an Früchten. Als 5. Dram wurde ein Talisker 10 y.o. mit 45,8 Vol. % verköstigt. Ein echt gelungener Tropfen, pfeffrig durch und durch. Man merkte schon, dass es von der Geschmacksintensität dem Tastingende nahe kommt. Was könnte den Talisker noch toppen? Doch letztendlich kam als 6. Dram ein Laphroaig 15 y.o. mit 43 Vol. % ins Glas. Die Gaumenfreude wurde immer erwartungsvoller. Wer jemals eine Vorliebe für den 10 jährigen entwickelt hat, ahnte was nun kommen musste. Doch gehalten hat der 15er die Erwartung nicht. Viel, viel schwächer im Rauch, der typische Torfgeschmack kam nicht so zur Geltung als man es erhofft hatte. Dennoch ist auch der 15 jährige Laphroaig ein durchaus „trinkbarer“ Tropfen.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

Hier finden Sie Berichte zu unseren Tastings. Die Liste ist nicht komplett und soll auch nur einen Informationscharakter haben. Sollten Sie an einem unserer Tastings teilgenommen haben und hier nichts finden, schreiben Sie uns an, wir helfen Ihnen bei der Auswahl der verköstigten Whiskies gerne weiter.